Achtung: Betretungsverbot wegen Nadelkraut – einer invasiven Teichpflanze
Liebe Mitglieder,
unsere Anlagen leben von ihrer besonderen Natur – und genau die stellt uns vor eine ernstzunehmende Herausforderung.
Auf der Anlage in Bremerhaven wurde in einigen Gräben der Befall mit Nadelkraut festgestellt. Diese invasive Pflanze breitet sich äußerst schnell aus und wird bereits durch kleinste Pflanzenteile weitergetragen– etwa über Schuhsohlen oder Golfausrüstung.
Betroffen sind aktuell Gräben an den Bahnen 2, 3, 4, 8 und 9.
Diese Zonen sind sowohl durch rot gesprühte Linien als auch rote Pfosten mit grünem Kopf gekennzeichnet und gelten damit als Spielverbotszonen (Regel 2.4 i. V. m. Regel 17.1e).
Diese Bereiche
👉 dürfen unter keinen Umständen betreten werden.
👉 Es ist untersagt, dort liegende Bälle zu bergen – weder mit der Hand, Ballangeln o. ä.
Warum diese Strenge?
Bei einer gemeinsamen Platzbegehung mit der zuständigen Behörde wurde deutlich, dass es bei weiterer Ausbreitung zu großflächigen Sperrungen führen kann.
Schon kleinste Pflanzenteile können zu einer weiteren Verbreitung führen. Jeder Kontakt kann dazu beitragen, dass sich das Problem weiter ausdehnt.
Wir bitten daher eindringlich:
👉 Ballverluste in diesen Bereichen zu akzeptieren und um Einhaltung des Betretungsverbotes.
Golf lebt von Eigenverantwortung. In diesem Fall entscheidet genau diese darüber, ob wir unsere Anlage weiterhin uneingeschränkt nutzen können.
Der Biologe Rainer Borcherding, Sprecher des BUND Schleswig-Flensburg, warnt: „Diese Pflanze ist die schlimmste bekannte Bedrohung für unsere heimischen Gewässer. Das Nadelkraut kann innerhalb von 1 – 2 Jahren ganze Teiche und Gräben sowie alle Ufer mit einem 20 Zentimeter dicken grünen Teppich überziehen. Alle kleineren Pflanzen werden überwuchert und die für Frösche, Kröten und Insekten wichtige Uferzone verschwindet unter der Nadelkrautdecke.“
Auch der Abfluss von Entwässerungsgräben kann durch die Pflanze massiv behindert werden.
Quelle: BUND Landesverband Schleswig-Holstein e.V. (einschl. Foto)
Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Verständnis.
Anja Käter
Geschäftsführerin