By Published On: März 31, 2026Categories: Club-News

Herrengolf 2026: Ein Auftakt, der mehr war als nur ein Turnier

Das Herrengolf im GCHB ist in Bewegung. Was lange auf zwei Anlagen gewachsen ist, wird jetzt bewusst zusammengeführt – nicht irgendwann, sondern jetzt. Mit Hein Will in Hainmühlen und Timo Quas in Bremerhaven gehen die Mens Captains diesen Weg gemeinsam, mit mehr Abstimmung, mehr gemeinsamen Turnieren und vor allem mit dem klaren Ziel, das Miteinander weiter zu stärken.

Wie dieser Weg angenommen wird, zeigte sich gleich zum Saisonauftakt am 28. März in Hainmühlen. 52 Teilnehmer sind an den Start gegangen – und damit deutlich mehr als nur eine solide Zahl. Es ist ein klares Signal, dass die Bereitschaft da ist, diesen gemeinsamen Weg auch wirklich mitzugehen.

Dass dieser Auftakt kein Selbstläufer werden würde, lag allerdings nicht an der Organisation, sondern wie so oft an der Nordseeküste am Wetter. Kalt, windig und pünktlich um 12 Uhr ein kräftiger Regenschauer – Bedingungen, bei denen man sich gut überlegen kann, ob man überhaupt antritt. 52 haben sich anders entschieden und wurden dafür mit einem Spieltag belohnt, der alles hatte, was Golf ausmacht.

Der Kanonenstart zog sich unter diesen Umständen auf rund sechs Stunden, sodass am Ende weniger das Tempo als vielmehr die Ausdauer gefragt war. Gespielt wurde mit Besserlegen auf den Kurzgemähten – eine faire Regelung, die den Platzbedingungen Rechnung trug, ohne das Spiel einfacher zu machen. Entsprechend spiegelten sich die äußeren Bedingungen auch in den Ergebnissen wider: viele solide Runden, viel Kampf – aber nur wenige Ausreißer nach oben.

Einer davon kam von ganz vorne. Heiko Bessen (HCP 1,1) setzte sich mit 78 Schlägen und 31 Bruttopunkten an die Spitze und spielte eine Runde, die unter diesen Bedingungen herausragt – andere brauchen dafür bekanntlich deutlich mehr Sonne.

Auch in den Nettoklassen wurde gutes Golf gezeigt: Andreas Sikorski (34 Punkte), Claus Göhring (34 Punkte) und Melvin Ralf Landwehr (49 Punkte) setzten sich jeweils in ihren Klassen durch, wobei insbesondere das Ergebnis von Landwehr noch einmal deutlich heraussticht.

Dass an diesem Tag nicht nur Einzelleistungen, sondern auch das Zusammenspiel funktionierte, zeigte sich in der Aggregatwertung: Hier sicherten sich Christian Wehrs und Melvin Landwehr mit starken 74 Nettopunkten den Sieg – ein Ergebnis, das unter diesen Bedingungen ebenfalls Eindruck hinterlässt.

Abgerundet wurde das sportliche Bild durch die Sonderwertungen, bei denen Daniel Krause mit 199 Metern den Longest Drive für sich entschied und Eugen Partolin den Ball beim Nearest to the Pin auf 0,99 Meter an die Fahne legte.

Was diesen Tag am Ende jedoch wirklich auszeichnete, war weniger das einzelne Ergebnis als vielmehr das Gesamtbild: Es war spürbar, dass hier etwas zusammenwächst. Zwei Anlagen, ein gemeinsamer Spieltag – und viele, die genau darauf Lust haben. Dass dieser Auftakt in dieser Form gelungen ist, ist nicht zuletzt ein Verdienst der beiden Mens Captains Hein Will und Timo Quas, die diesen Weg mit viel Engagement angestoßen und umgesetzt haben.

Diese Stimmung setzte sich auch nach der Runde fort. Bei der Siegerehrung im Rocco wurde deutlich, dass dieser Auftakt mehr war als nur das erste Turnier des Jahres. Es war ein Start, der getragen wird – von Beteiligung, von Offenheit und von der Bereitschaft, gemeinsam etwas zu entwickeln.

Oder, etwas einfacher gesagt:
Der Weg ist eingeschlagen – und er fühlt sich richtig gut an.

Manfred Neumann

Vizepräsident