By Published On: Oktober 25, 2026Categories: Club-News

Matchplay 2026 – Peer Heikes macht es noch einmal!

Ende März standen 64 Namen auf dem Tableau. Jeder mit der Hoffnung, möglichst lange dabei zu bleiben. Am 11. Oktober stand fest: Peer Heikes hat es wieder geschafft. Er gewann das Matchplay 2026 und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr. Thomas Birreck wurde Zweiter, Lutz Schmidt sicherte sich Platz drei vor Josh Dieckmann.

Dazwischen lag eine Saison voller Verabredungen, direkter Duelle und Entscheidungen, bei denen manchmal ein einziges Loch den Unterschied machte. Mit der Auslosung beim Herren-Eröffnungsturnier am 28. März in Hainmühlen nahm das Matchplay seinen Anfang. Acht Spielerinnen und Spieler waren gesetzt, die übrigen wurden zugelost. Gespielt wurde auf unseren beiden Anlagen im Lochspiel mit Dreiviertel-Vorgabe.

Damit waren die Voraussetzungen geregelt. Auf dem Platz musste dann jeder selbst sehen, wie er mit seinem Gegenüber zurechtkam. Denn beim Matchplay hilft kein Blick auf die Ergebnisliste der anderen: Der Gegner spielt im selben Flight. Nach einem verlorenen Loch heißt es durchatmen und weitermachen. Und auch mit Vorgabeschlägen muss man erst einmal sein Golf auf den Platz bringen.

Wie knapp der Weg in die nächste Runde sein kann, erlebte Lutz Schmidt gleich mehrfach. Gegen Sebastian Löwegrün gewann er zum Auftakt mit einem Loch Vorsprung. Nach seinem Sieg über Kerstin Laturnus brauchte er auch gegen Christian Witthohn und im Viertelfinale gegen Ursula Pape wieder bis zum Schluss gute Nerven. Drei seiner ersten vier Begegnungen gewann Lutz mit nur einem Loch Vorsprung. Viel enger geht es kaum.

Auch Titelverteidiger Peer Heikes konnte sich unterwegs nicht zurücklehnen. Nach der geschenkten Auftaktpartie gegen Oliver Gutschmidt und einem 3 & 2 gegen Harald Schmalz wurde es im Achtelfinale gegen Melvin Landwehr knapp. Peer brachte ein Loch Vorsprung ins Ziel. Erst im Viertelfinale gegen Timo Quas fiel sein Sieg mit 5 & 4 wieder deutlicher aus.

Während sich Peer und Lutz auf diese Weise ihrem Halbfinalduell näherten, spielten sich auf der anderen Seite des Tableaus Josh Dieckmann und Thomas Birreck nach vorn. Josh kam nach einer geschenkten ersten Partie gegen Axel Scholz mit Siegen über Dennis Richter und Thomas Bein weiter. Im Viertelfinale setzte er sich gegen Thomas Koch mit 2 & 1 durch.

Thomas Birreck musste schon zum Einstieg gegen Marek Endter um sein Weiterkommen kämpfen und gewann mit einem Loch Vorsprung. Danach folgten Siege über Burghard Niederquell und Jürgen Haneberg, ehe er mit einem 2 & 1 gegen Eugen Partolin den Einzug unter die letzten vier schaffte.

Aus den 64 waren damit vier geworden. Im Halbfinale endete Lutz’ Weg in Richtung Titel gegen Peer. Thomas Birreck gewann gegen Josh mit 6 & 5 und zog ebenfalls ins Endspiel ein. Für den gemeinsamen Finaltag in Bremerhaven standen nun beide Paarungen fest: Peer gegen Thomas um den Sieg, Lutz gegen Josh um Platz drei.

Regen, Applaus und am Ende doch noch Sonne

Für den 11. Oktober hätte man sich besseres Wetter wünschen können. Der kräftige Regen machte den vier Spielern den Saisonabschluss nicht leicht. Sie blieben dran – schließlich ging es nach all den überstandenen Runden jetzt um die Entscheidung. Peer behielt gegen Thomas die Oberhand und holte sich zum zweiten Mal in Folge den Matchplay-Titel. Lutz belohnte sich nach seinen vielen knappen Begegnungen mit dem dritten Platz vor Josh.

Dass dieser Finaltag mehr war als die Entscheidung über vier Platzierungen, zeigte sich auf den letzten Löchern. Die Teilnehmer des bereits beendeten Begleitturniers standen am Platz und spendeten den Finalspielern Applaus. Dazu kam schließlich noch die Sonne heraus. Nach so viel Regen ein versöhnlicher Abschluss.

Ein paar mehr Mitspieler beim Begleitturnier und mehr Zuschauer hätten diesem Tag gutgetan. Gerade ein Matchplay lebt auch davon, dass man nach dem eigenen Ausscheiden noch Anteil nimmt. Diejenigen, die dabei waren, haben gezeigt, wie schön ein solcher gemeinsamer Abschluss sein kann.

Dazu trug Michael Müller bei, der das Begleitturnier professionell organisiert und durchgeführt hatte. Rot gegen Blau hieß es dort, gespielt wurde im Ryder-Cup-Modus. Am Ende lag das rote Team mit einem einzigen Punkt vorn. Für die unterlegene blaue Mannschaft hatte das eine ganz praktische Folge: Sie lud die Sieger zum Essen ein – genau so war es in der Ausschreibung vorgesehen. Beim gemeinsamen Essen gab es dann Gelegenheit, die eine oder andere Partie noch einmal nachzuspielen. Zumindest im Gespräch.

Die Siegerehrung der Matchplay-Finals nahmen Präsident Thomas Rech und Vizepräsident Manfred Neumann vor. Der Applaus galt Peer Heikes zur erneuten Titelverteidigung ebenso wie Thomas Birreck, Lutz Schmidt und Josh Dieckmann. Wer sich in einem Feld von 64 bis zum Finaltag durchsetzt, hat sich diese Anerkennung verdient.

Danke an alle, die in dieser Saison mitgespielt, ihre Begegnungen verabredet und zum Gelingen beigetragen haben. Und ein besonderer Dank an Michael Müller für das Begleitturnier. Für dieses Jahr ist das Tableau vollständig. Im nächsten Jahr stehen wieder alle am Anfang – und Peer ist der Mann, den es zu schlagen gilt.

Manfred Neumann